Dach-Hauswurz

Entdecke die faszinierende Schönheit einer Pflanze, die mit ihren Blattrosetten bis zu 12 Zentimeter im Durchmesser beeindruckt und bei optimalen Bedingungen ganze Horste von bis zu 80 Zentimetern bildet. Ihre zarten, von weißen Härchen bedeckten Blätter schimmern in Grün-, Rot- und Brauntönen – ein echter Blickfang im Trockenbiotopen.

Farbenfrohe Faszination: Entdecke die Vielfalt der Dach-Hauswurz.

Inhaltsverzeichnis

Botanischer Name.

Sempervivum tectorum L.

Kurzbeschreibung der Art

 Carl von Linné war ein sehr arbeitsamer Botaniker, auch diese Art der Hauswurz beschrieb und benannte er 1753. Der Artname tectorum bedeutet so viel wie >Dach, Mauer, deckend und bedeckend<.

Das Bild zeigt eine Dach-Hauswurz in einer Keramikamphore.
Eine Dach-Hauswurz in einer Keramikamphore.

Volksname

Donnerbart, Donnerwurz, Jupiterbart, Echte Hauswurz, Gemeine-Hauswurz, Alpenhauswurz

Herkunft

Der Donnerbart ist im ganzen Süd-, Mittel- und Westeuropa beheimatet. Er wächst in den Alpenregionen, Zentral-Pyrenäen und den südlichen Apenninen. Die Echte Hauswurz ist eine sehr verbreitete Gartenpflanze. Sie ist im restlichen Europa von Irland, Skandinavien, Kaukasus und bis in den Iran verwildert.

Standort im Garten

Die Donnerwurz gehört in ein Geröll- oder Schotterbeet mit südlicher Ausrichtung. Beim Boden ist sie gar nicht wählerisch, er muss nur eine gute Drainage besitzen und mehr mineralisch als humos sein. Sie braucht auch genügend Platz im Beet, man sollte ihr einen guten ½ m pro Pflanze zu Verfügung stellen.

Strukturpflanze, man kann sie ohne weiteres zu den Prunkstauden zählen.
Mit ihren großen Blättern und den leuchtenden Blüten ist sie eine Bereicherung für jeden Garten.
Sie ist bestens geeignet für Steppengärten, große Staudenbeete und Waldrandsituationen.

Der Standplatz kann sonnig bis absonnig sein, der Boden locker und nährstoffreich. Sie ist aber insgesamt eine tolerante Staude.

Das Bild zeigt die typische Blattrosette der Dach-Hauswurz mit ihrer rotbrauen Blattfärbung.
Die Blattrosette der Dach-Hauswurz mit ihrer rotbrauen Blattfärbung.

Beschreibung

Die Hauswurz bildet beeindruckende Blattrosetten, die bis zu zwölf Zentimeter Durchmesser erreichen können. Mit etwas Geduld und den richtigen Bedingungen wächst aus einer einzelnen Pflanze nach einigen Jahren ein Horst von bis zu achtzig Zentimetern. Die Blätter sind beidseitig konvex, mit weißen Härchen besetzt und variieren je nach Sorte in ihrer Farbe von Grün über Rot bis hin zu einem bräunlichen Ton.

Wenn der Sommer kommt, zeigt die Hauswurz ihre ganze Pracht: Aus der Mitte der Rosette wächst ein Blütenstand, der bis zu 35 Zentimeter hoch werden kann. Die zarten Blüten, die von Juni bis August erscheinen, bezaubern mit ihren weiß-rosa bis purpurnen Farben und faszinieren jeden, der Freude an diesen kleinen Kunstwerken der Natur hat. Die Samen entstehen in einer Balgfrucht und säen sich ganz von selbst aus – so wird das Sammelsurium Jahr für Jahr größer.

Das Bild zeigt eine kleine Auswahl von Hauswurzen im Topf.
Eine kleine Auswahl von Hauswurzen im Topf.

Die Hauswurz, eine von Romys Lieblings Pflanze

Seitdem Romy in mein Leben getreten ist, hat sich auch die Hauswurz bei uns heimisch gemacht. Egal ob im Topf, in rustikalen Tonschalen oder in alten Zinkwannen – überall rund ums Haus findet man diese faszinierende Pflanze. Mit der Zeit ist daraus ein buntes Sammelsurium entstanden, das jedes Jahr weiter wächst. Doch die Hauswurz ist nicht nur Romys Lieblingspflanze; auch ich habe sie ins Herz geschlossen. Sie ist eine anspruchslose Blattsukkulente, die selbst an den trockensten Stellen im Garten gedeiht. Besonders an der sonnigsten Hauswand, wo sonst kaum etwas wächst, fühlt sie sich wohl. Zugegeben, dort stehen auch einige Paradeiser und das Mittagsgold – aber das ist eine andere Geschichte.

Kräuter-Wissen für alle

Saftige Schätze

Wie dickfleischige Blätter Heilung, Kühlung und Linderung bringen.

Stell dir vor, du stehst im Garten und pflanzt deine Lieblingspflanze, die schon seit Jahrhunderten als kleines Naturwunder gilt. Ihre dicken, saftigen Blätter sehen nicht nur hübsch aus, sondern bergen auch erstaunliche Kräfte. Schon unsere Vorfahren wussten, dass in diesen Blättern mehr steckt als nur Zierde.
Wenn du ein Blatt der Dachhauswurz vorsichtig abbrichst, spürst du sofort den kühlenden, feuchten Saft – ähnlich wie bei der bekannten Aloe vera. In der Volksheilkunde, der raditionellen europäischen Heilkunde (TEH) und der Klostermedizin werden die Blätter seit jeher geschätzt. Ihre adstringierende, harntreibende und lindernde Wirkung macht sie zu einem echten Allroundtalent in der Gartenapotheke.

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