Das Russel-Brandkraut

Entdecke das faszinierende Russel-Brandkraut – eine immergrüne Staude, die deinen Garten mit ihren dichten, graugrünen Teppichen bereichert. Wie schafft sie es, auch in frostigen Wintern zu überdauern, und weshalb begeistert sie im Sommer mit ihren eindrucksvollen Blütenständen? Im Beitrag erfährst du alles Wissenswerte über ihr Wachstum, die charakteristischen Blätter und die besondere Schönheit dieser außergewöhnlichen Pflanze.

Blätter, Blüten, Bodendecker: Alles über das vielseitige Russel-Brandkraut

Inhaltsverzeichnis

Botanischer Name.

Phlomis russeliana (Sims) Benth.

Kurzbeschreibung der Art

Es waren der englische Arzt und Botaniker John Sims und George Bentham, die den Artnamen 1834 prägten. Den Artnamen russeliana prägte der schottische Naturforscher Dr. Alexander Russell, dem zu Ehren es benannt wurde.
Er hatte das Brandkraut in seinem Buch „Die natürliche Geschichte von Aleppo“ 1756 als erster bildlich dargestellt.

Das Bild zeigt den quirlständigen Blütenstand mit vielen Einzelblüten.
Der quirlständigen Blütenstand mit vielen Einzelblüten.

Volksname

Syrisches Brandkraut

Herkunft

Das Russel-Brandkraut ist in Asien, besser gesagt in der Türkei und Syrien beheimatet, daher auch der Volksname syrisches Brandkraut.
In der Heimat wächst es in Laub- und Nadelwäldern bis auf eine Seehöhe von 1300 m.

Standort im Garten

Für ein Staudenbeet ist das syrische Brandkraut eine gute Strukturpflanze, man kann sie ohne weiteres zu den Prunkstauden zählen.
Mit ihren großen Blättern und den leuchtenden Blüten ist sie eine Bereicherung für jeden Garten.

Für ein Staudenbeet ist das syrische Brandkraut eine gute Strukturpflanze, man kann sie ohne weiteres zu den Prunkstauden zählen.
Mit ihren großen Blättern und den leuchtenden Blüten ist sie eine Bereicherung für jeden Garten.
Sie ist bestens geeignet für Steppengärten, große Staudenbeete und Waldrandsituationen.

Der Standplatz kann sonnig bis absonnig sein, der Boden locker und nährstoffreich. Sie ist aber insgesamt eine tolerante Staude.

Das Bild zeigt eine Holzbiene auf der Blüte des Russel-Brandkraus.
Russel-Brandkraut mit Holzbiene

Beschreibung

Das Russel-Brandkraut gehört zu den wintergrünen Stauden, das bedeutet, dass die Blätter in sehr kalten Wintern braun werden und in warmen Wintern grün bleiben. Da sie Ausläufer treiben bilden sie rasch grüne Teppiche.
Die Farbe der gestielten Blätter ist matt graugrün, wobei das Matte von der Behaarung hervorgeht.
Sie sind verkehrt eiförmig, am Rand leicht gewellt und können bis zu 20 cm lang werden. Der Blatthorst wird ca. 30 cm hoch.

Der Blütenstand entwickelt sich Ende Juni, er wächst zügig in die Höhe und kann ca. 1 Meter erreichen, auf diesem bilden sich ab der Mitte Scheinquirlen, die darunterliegenden Deckblätter sind lanzettlich, unterseits silbrig und länger als die Blüten.

Die Blüte selbst erscheint Anfang Juli bis August in einem reinen Gelb mit dreizipfeliger Oberlippe und einer zweizipfeligen Unterlippe. Die Kronen mit leicht gewölbter Oberlippe sind mit Sternhaaren besetzt.
Im Samenstand befinden sich viel kleine schwarzbraune Nüsschen, die Samen.

Das Bild zeigt die wintergrünen Blätter des Russel-Brandgrauts.
Die wintergrüne Blätter des Russel-Brandgrauts.

Mein Pflegetipp

Das syrische Brandkraut ist im Grunde eine pflegeleichte Pflanze. Das Schwierige daran sind die haarigen Blätter, die in feuchten Sommern leicht faulen. Auch in Lagen mit vielen Winterniederschlägen sind sie empfindlich. Es hilft, sie im Winter mit einem klein Dach vor der Nässe zu schützen.

Man beginnt mit der Pflege im zeitigen Frühjahr, wenn der Schnee weggeschmolzen und der Boden aufgetrocknet ist. Wir entfernen die braunen Blütenstände und trockenen Blätter, mit einer Schaufel gereiften Kompost düngt man die Pflanzen – das war’s mit der Frühlingpflege.
Wie oben erwähnt geht‘s in niederschlagsreichen Sommern weiter mit dem erneuten Ausschneiden der abgestorbenen Blätter, denn wenn wieder Luft an die Pflanze kommt können sie wieder neu austreiben.
Nach der Blüte schneiden wir die Blütenstände mit den Samenständen nicht ab sondern lassen sie stehen. Sie sind eine wundervolle Dekoration für den Herbst und
Winter, vor allem wenn der Raureif am Morgen daran glitzert.
Es hat auch einen Nachteil die Blütenstände stehenzulassen – das Brandkraut vermehrt sich sehr schnell durch Samen und überwuchert rasch andere Teile des Gartens.
In großen Landschaftsgärten ist es sogar gefragt, aber wenn man nur einen Hausgarten besitzt, wird’s schnell zur Plage.

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